Blog-Rückblick 2023

Blog-Rückblick 2023

Wie, es ist schon wieder Dezember? Dann wisst ihr es vielleicht schon, es ist Zeit für den

BINARY SCROLL JAHRESRÜCKBLICK

Obwohl mein 2023 gerade zu Beginn geringfügig weniger scheiße war als 2022, die unproduktiven Sommer länger werden und ich weiterhin knapp an Zeit bin, gab es mit insgesamt sieben Beiträgen immerhin einen mehr als noch 2022! Zählen wir ältere Beiträge meiner vorigen Blogs mit, die ich in diesem Jahr angefangen habe für meine aktuelle Webseite aufzubereiten, kommen sogar noch zwei dazu: Die Final Fantasy XV Gameplay Loop und No no Kuni.

Die Party ist besiegt, Noctis kniet am Boden.

2023 war mitunter auch ein schwieriges Jahr für mich.

Dann schauen wir mal, was 2023 so hier veröffentlicht worden ist. Vielleicht kennt ihr ja noch nicht alle Beiträge, und sucht noch etwas, das ihr während langweiligen Familienbesuchen heimlich unterm Tisch lesen könnt.

Kampfszene, in der Spielfiguren, Gegner und Aktionen jeweils durch Spielkarten abgebildet werden.

Februar: Das Taro-Kartendeck.

Nach einem raren Gastauftritt bei einem Podcast veröffentlichte ich meine Eindrücke zu Voice of Cards: The Isle Dragon Roars auch hier auf dem Blog. Das Kartenspiel, das eigentlich gar kein Kartenspiel ist, zählt für mich zu einem der besten modernen Versuche, klassische rundenbasierte JRPGs wiederzubeleben. Und dafür wird für meinen Geschmack viel zu wenig in meinen Kreisen darüber gesprochen. Deswegen tue ich es jetzt. Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet ich hier einen Geheimtipp von Yoko Taro anpreise.

Die Party in der Nähe einer lilafarbenen Schatztruhe, nahe eines bewaldeten Friedhofs.

April: Octopath Traveler 1/4.

Nach der Veröffentlichung von Octopath Traveler II versuchte ich mich nochmal weiter am ersten Teil, gab wieder entnervt auf, aber schrieb dieses Mal nieder, was mich alles an Octopath Traveler stört. Auch, um darauf in online Diskussionen zu verweisen, bei denen ich dann doch oft erstaunt bin, was für einen guten Ruf das Spiel hat, das in meiner eigenen Echokammer alle furchtbar finden. Da ich weder über Integrität noch Selbstkontrolle verfüge, steht Octopath Traveler II natürlich trotzdem schon im Regal. Ein paar Dinge soll es ja besser machen.

Die Party kämpft auf offenem Feld gegen eine Gruppe Pilzmonster.

Mai: Tales of Vesperia.

Es ging kritisch weiter mit meinem wenig begeisterten Rückblick auf das erste Dutzend Stunden von Tales of Vesperia. Den herausragenden Ruf, den das Rollenspiel genießt, konnte ich leider nicht nachvollziehen. Vielleicht habe ich die Zeit auch einfach verpasst, in der das Spiel noch etwas besonderes war (in der Fachsprache auch bekannt als der sogenannte “Ocarina of Time”-Effekt). 2008/2009 war Tales of Vesperia als Xbox 360 Exklusivtitel in der ersten HD Ära, in denen JRPGs auf Konsolen eher schwach aufgestellt waren, mit Sicherheit ein Hit. Heute gibt es wesentlich bessere Genrevertreter – sowohl auf der Xbox, als auch innerhalb der Tales Reihe.

Nintendo 3DS mit dem Level Abschluss Bildschirm von Donkey Kong Country Returns: 3D. Es wurde ein KONG Buchstabe gefunden, sowie eins von fünf Puzzleteilen.

Juni: Telespiel Menschen Schicksale.

Anschließend wende ich den Fokus von einem bestimmten Videospiel weg und hin zu einem der Menschen, die unter dem Medium leiden. In diesem Interview unterhalte ich mich mit der von mir völlig unterschiedlichen Person Christian S. über den Leidensdruck, den er hat, weil er schlecht in Videospielen ist. Ein gesellschaftliches Tabu-Thema, das ich mit meinem Beitrag mehr ins öffentliche Bewusstsein rücken möchte.

Kampfszene auf einem Pier und einem angelegten Schiff.

Juli: Aller guten Dinge sind Triangle Strategy.

Ob Bravely Default oder Octopath Traveler, wenn Rollenspiele unter der Leitung vom beliebten Team Asano bei Square Enix entwickelt wurden, lasse ich in der Regel kein gutes Haar daran. In dem Kontext stellt meine positive Meinung zu Triangle Strategy so etwas wie meinen persönlichen Redemption Arc dar. Abgesehen davon, dass Triangle Strategy ordentlich Sitzfleisch und eine gezückte Lesebrille verlangt, fand ich das Strategie-Rollenspiel nämlich echt gut.

Eine brünette Hexe und ein blinder Krieger beschwören Blitze in einer Bücherei.

Oktober: Copyvania: Paste of Ruin (Bild: Nintendo).

Im Sommer bin ich zu nichts zu gebrauchen, was sich auch auf meine Schreibtätigkeit auswirkt. Entsprechend wenig begeistert war ich darüber, dass sich die Hitze noch schön über August und September hinaus gestreckt hat. Egal, zum Spukmonat Oktober wurden die Temperaturen wieder erträglich, und passend zum Thema sah ich mir eins der späten Castlevanias an: Portrait of Ruin gehört trotz nicht zu leugnender Ermüdungserscheinungen zu den besten Einträgen in der Reihe.

Die blauhaarige Heldin und der dunkelhaarige Held treffen auf eine Handpuppe mit Hörnern. Dazu der Erzählttext: '...Well, maybe it's a spirit? It's some kind of strange stuffed animal.'

November: Voice of Cards: The Forsaken Maiden.

Das Jahr hier begann mit Voice of Cards, und es endet auch damit: The Forsaken Maiden schließt die Klammer und ist trotz subjektiv wahrgenommener Schwächen (die stark mit der persönlichen Zu- oder Abneigung für Yoko Taros Stil zusammenhängen) eine würdige Fortsetzung geworden.

Das war’s mit Binary Scroll für dieses Jahr, ich wünsche euch ein angenehmes restliches 2023 und einen guten Rutsch nach 2024!